Geschichte der Sportschützenabteilung

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Die Anfänge

Am 1. April 1974 wurde innerhalb der Sportgemeinde Hüttenfeld die Sportschützen­abteilung gegründet. Wenige Wochen nach der Gründung war bereits der erste “eigene” Schießstand im Saal des Gasthauses “Zum Rebstock” in Betrieb. 6 Handkurbelanlagen auf Brauereiklapptischen befestigt waren der Beginn des Schießsports in unserem Dorf. Da im Saal der Gaststätte der Schulsport sowie kulturelle Veranstaltungen durchgeführt wurden, mußte der Stand jeweils zum Schießen auf- und abgebaut werden. Aus den 8 Gründungsmitgliedern Helmut und Rita Hartmann, Monika und Richard Kleber, Volker und Bärbel Mittelstädter, Robert Plenert und Udo Wiegand waren mittlerweile über 30 Schützen geworden, die sich im Schützenkreis durch ihre sportlichen Leistungen auch bald einen Namen verschafften. Besonders intensiv wurde zu dieser Zeit die Jugendarbeit betrieben.

 

Mehrfache Umzüge und Mitgliederwachstum

Eine deutliche Verbesserung brachte dann 1977 der Umzug in den Keller des evangelischen Gemeindezentrums. Zwar mußte weiterhin auf- und abgebaut werden, aber unter eigener Regie wurden Gäste und eigene Schützen versorgt, was neben dem Spaß auch ein paar Mark in die Kasse brachte und die Geselligkeit förderte. In dieser Zeit wurde auch eine Verbindung zu den Sportschützen aus Wettingen in der Schweiz aufgebaut, die darin bestand, daß man jährlich einen Fernwettkampf austrug, zu dessen Siegerehrung man sich wechselseitig in der Schweiz bzw. in Deutschland traf. Am Anfang waren hier die luftgewehrgewohnten Hüttenfelder deutlich überlegen, da diese Waffe für die pulverdampfverwöhnten Schweizer sportliches Neuland war. Doch das änderte sich bald.

Nach der Kündigung wegen Eigenbedarf mußte der Stand 1980 wieder im Saal des Gasthauses „Zum Rebstock“ aufgebaut werden. Wegen eines zwischenzeitlich vollzogenen Pächterwechsels konnten die Schützen nicht mehr durch die Gaststätte auf den Schießstand gelangen. Daher mußte grundsätzlich umgebaut werden. Geschossen wurde nun in umgekehrter Richtung, die Bühne wurde als Aufenthaltsraum verwendet. Unter dieser Situation litt die Abteilung erheblich, da nun nicht nur der Schießstand, sondern auch der Aufenthaltsraum unbeheizt war, und sich daher niemand mehr länger als unbedingt erforderlich auf dem Stand aufhielt.

Zwischenzeitlich stand auch ein erneuter Umbau des Schießstandes an. Nach Verkauf der Gaststätte 1983 konnte mit dem neuen Besitzer Einigung über die Nutzung des Saales erzielt werden. Geschossen werden konnte jetzt wieder wie am Anfang in Richtung Bühne. Um die Miete aufzubringen, begannen die Hüttenfelder Schützen Altpapier zu sammeln. Regelmäßig am ersten Samstag im Monat wurden in dem kleinen Ort zwischen 3 und 5 Tonnen Papier mit Ackerschlepper und Anhänger eingesammelt und an einen Wiederverwerter verkauft. Anfänglich wurde das Papier in Hüttenfeld abgeholt, dann nach Heppenheim gebracht und schließlich wurde jeweils am Sammeltag ein großer Container aufgestellt.

Auch sportlich durchlebte man Hoch und Tiefs. In der besten Zeit waren die Hüttenfelder im Schützenkreis Bergstraße mit zwei Luftpistolen- und zwei Luftgewehrmannschaften sowie einer Schüler- und einer Jugendmannschaft aktiv vertreten. Seit Bestehen der Abteilung haben zwei Vereinsmitglieder, Helmut Günther und Willy Baumann, die Übungsleiterlizenz für den Schießsport erworben und besuchen in regelmäßigen Abständen Fortbildungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung ihrer Lizenz.

Die Sportschützenabteilung der SG Hüttenfeld hatte 2001 knapp 50 Mitglieder, von denen etwa ein Dutzend aktiv den Schießsport betrieben. Im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit sowie zur Förderung des Breitensports veranstaltete die Abteilung jährlich das „Trimmschießen für Jedermann“ sowie bereits im 14. Jahr das damit schon traditionelle Ostereierschießen.